Familien-Musikwochenende

Familien-Musikwochenende
des AMJ in Hitzacker
Familien-Musikwochenende
des AMJ in Hitzacker

Wie alles anfing

Hans und Mechtild Steinfeld

Die Idee entstand 1975, als unsere Familie zum 1. Mal an einer Familienmusikwoche des Arbeitskreises Musik in der Jugend (AMJ) in Rödinghausen (Leitung: Thomas Holland-Moritz) teilgenommen hatte. So etwas möchten wir in Norddeutschland ins Leben rufen. Wir Eltern hatten jahrelang in einem sehr guten Chor gesungen (dem Norddeutschen Singkreis - Leitung: Gottfried Wolters). Wir hatten viele Bekannte, Freunde und auch Verwandte, denen es ähnlich ging wie uns:

1. Wir wollten anspruchsvoll Chorsingen.
2. Wir hatten Kinder in unterschiedlichem Alter und wünschten uns, dass unsere Kinder ins Singen, Musizieren und Tanzen hineinwachsen sollten.
3. Wir wollten mit der ganzen Familie etwas unternehmen, bei dem sich alle - Grosse und Kleine - wohlfühlen sollten.

Zuerst suchten und fanden wir musikalisch qualifizierte Leiter, wir übernahmen die Koordination und Organisation. Gemeinsam mit den Leitern überlegten wir das Konzept und planten die Vorbereitung und den Ablauf:

2 mal im Jahr ein Wochenende von Freitagabend bis Sonntag, gemeinsames Singen für alle (Plenum), zeitweises Aufteilen in Gruppen, die parallel arbeiten: Chor für Erwachsene, Jugendorchester, Kinderorchester, Blockflötengruppe, Orffgruppe für die Kleinsten, Tanzen (Folkloretanz) für alle, in verschiedenen Gruppen.

Als wir ein Heim in der Nähe von Hamburg gefunden hatten, legten wir den 1. Termin fest und warben im Bekanntenkreis. Statt der angedachten 65 Personen kamen beim 1. Mal bereits 80 Leute. Die meisten Kinder von damals machen immer noch Musik, viele haben Musik studiert, einige leiten inzwischen selbst AMJ-Kurse. Seit 22 Jahren motivieren die Musikwochenenden in ganz besonderer Weise Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Manche Situationen haben sich wiederholt wie das Gespräch auf der Treppe:

Mutter: "Wieso läufst du nach unten, ihr habt doch jetzt oben Tanzen?"
Sohn: "Oooch, ich habe mich mit Fritzchen verabredet."
Mutter: "Jetzt, während des Tanzens?"
Sohn: "In den Pausen kommt man ja nie an die Tischtennisplatten"
Mutter: "........" (Die Mütter antworten durchaus unterschiedlich)